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Achtermeer

Durch mittelalterliche Sturmfluten wurde das wilde Hochmoor zwischen Norderschweiburg und Schweierzoll/Augusthausen nach und nach bis auf einen schmalen Streifen zerstört und der tiefer liegende Kleiboden freigesetzt. Aus dieser Senke (Sietland) konnte das Sturmflut-Wasser nicht zurück fließen. Es bildete sich ein großes „Meer“. Hinter („achter“) diesem Meer und an seinem Hochmoorrand siedelten die Menschen. Der Name „Achtermeer“ war geboren und steht heute für den Bereich von Süderschweiburg und Rönnelmoor bis zur Bundesstraße in Schweierzoll/Augusthausen.
Steht man vor der ehemaligen Gaststätte in Schweierzoll, dann blickt man auf das jetzt entwässerte und in Grünland umgewandelte, aber immer noch häuserlose ehemalige „Meer“. Der größte Teil davon ist jetzt EU-Vogelschutzgebiet, Rast-, Futter- und Überwinterungsplatz für nordische Gänse und Brutplatz für verschiedene Limikolen und würde ohne Deich und Deichvorland bei Flut bis zu 2 Meter unter Wasser stehen.

Weitere Info:
Geht man von der Bundesstraße in Richtung Augusthausen, dann liegt nach etwa 300 auf der rechte Seite die „Achtermeersche Brake“, ein ehemaliger tiefer Meeresdurchbruch in Richtung der Ortschaft Schwei, Gemeinde Stadland. Etliche Male zwischen 1613 und 1725 wurde diese Brake durchdeicht um Schwei zu schützen, umsonst. Erst durch den heutigen Deich, der von Sehestedt zwischen 1721 und 1725 angelegt wurde, war nicht nur die Gemeinde Jade einigermaßen sicher, sondern auch das Gebiet um Schwei. Der Deich durch die Brake verlief übrigens, vermutlich auf der heutigen Rönnelstraße, weiter in Richtung Rönnelmoor bis zum ersten großen Bauernhof (Thümler) auf der rechten Seite.

 


 

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